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Notizbuch und Stift

Tagebuch

Natürlich könnten wir unsere Erlebnisse auch mit Stift und Papier für die Ewigkeit konservieren. Wir probieren mal etwas anderes:

  • 23. März 2023

Aktualisiert: 25. März 2023

Leider hat mich gestern Abend das Internet verlassen. Daher hier nur kurz der Abschlussbericht von gestern:

Das Navi hatte uns falsch geführt, wir waren wieder in der Nähe unseres Startpunktes. Auch zeitmäßig stand es nicht zum Besten. Es war kurz nach 19.00 Uhr, als wir am Übernachtungsplatz ankamen. Wir haben wieder einen sehr schönen Platz gefunden, kurz noch etwas gegessen und dann abgetaucht total geschlaucht.


Unseren Plan, einen zweiten Anlauf auf den Tunnel der Legionäre zu starten, wurde nach kurzer Beratung verworfen: Wir wollten endlich in die Wüste und die 25° knacken.


Unterwegs gab es nichts spektakuläres.

Die Berge verschwanden allmählich und es wurde kahler und flacher.

Noch ein kurzer Halt unterwegs, dann erblickten wir die erste Mini Sanddüne

Auch kreuzten die ersten Kamele unseren Weg:



Zur Mittagsrast hatten wir uns ein Hotel ausgesucht. Zu unserer Überraschung fanden wir uns im Fahrerlager einer Wüstenrallye wieder.

Nach etwas Fachsimpelei mit zwei deutschen Teams setzten wir zum Endspurt an

Es waren noch etwa 59 km zum Schlafplatz mitten in der Wüste. Damit ging mein persönlicher Traum endlich in Erfüllung.


Die Ankunft hat mich wieder einmal total überrascht. Nichts mit Strohlager neben Kamelen im Sand.

Es war ein piekfeines kleines Hotel mit Pool.


Wir durften unsere Fahrzeuge im Hof parken und alle Möglichkeiten des Hotels nutzen.

Wir bekamen noch ein leckeres Abendmahl und dazu eine Flasche Spanischen Rotwein!! Nix mit Ramadan und Alkoholverbot.

Völlig zufrieden liege ich jetzt bei gemütlichen 22 Grad im Dachzelt. Über mir ein wunderschöner Sternenhimmel und totale Ruhe


Das wird eine entspannte Nacht.

 
 
 
  • 23. März 2023

Guten Morgen Marokko Fans. So sah es heute nach Sonnenaufgang aus:

Die Stadt im Original und als Miniatur.





Wir hatten uns gestern den Luxus geleistet, ein Frühstück zu bestellen




Was aufgetischt wurde, war der Hammer. Diese Unmengen an Köstlichkeiten zum frühen Morgen waren für zwei Personen gedacht. Wir haben das nur ansatzweise geschafft.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir dann unser Quartier verlassen.




In unserer morgendlichen Beratung haben wir uns entschieden, den etwas abseits liegenden Tunnel der Legionäre doch noch zu besuchen. Um die Fahrt etwas abenteuerlich zu gestalten, hatte Karl einen schönen Treck durch eine Steinwüste im Gebirge herausgesucht. Kilometermässig war es kein Hexenwerk und wir machten uns auf den Weg.

Was uns wunderte war die Erkenntnis, das es wieder bergauf ging. Bei einem Zwischenstopp

bot sich dieses Panorama


In der nächsten Stadt haben wir den Asphalt verlassen und sind in die Piste eingebogen. Es war am Anfang keine besondere Herausforderung, nur etwas staubig.



Die Piste schlängelte sich durch eine riesige Steinwüste. Wir waren ca. 2 Stunden unterwegs und wollten eine Rast mit Tee einlegen. Gedacht, getan. Wir bemerkten etwas abseits einen Gebäudekomplex mit Stühlen und einem Parkplatz. In der Annahme ein Kaffee gefunden zu haben, bogen wir ab.

Leider stellte sich heraus, dass es kein Kaffee war und wir wollten wieder umkehren.

Das ging gar nicht.

Wir wurden sofort eingeladen und mussten in einem reichlich geschmückten Zelt im Schneidersitz Platz nehmen

Was dann folgte, sprengte unsere Vorstellung von Gastfreundschaft

Es kam Tee, das traditionelle im Tongeschirr gedünstete Gemüse mit Fleisch, gebratenes Hammelfleisch und Gebäck







Erst im Verlauf des Gespräches wurde uns der Anlass dieser Zusammenkunft einer Großfamilie mit ca. 50 Menschen klar. Es war eine Art Totenmesse, mit welcher einem verstorbenem Familienmitglied die letzte Ehre erwiesen wurde.

So etwas zu erleben hat schon eine Art Besonderheit. Wir haben uns alle gefragt, wie sich eine solche Begegnung in unserer Welt abgespielt hätte.

Wir werden diese Begegnung bestimmt in respektvoller Erinnerung behalten.

Aber das Leben geht weiter

Wir hatten noch einige Kilometer vor uns. Der Treck wurde von Kurve zu Kurve anspruchsvoller und forderte unsere volle Konzentration.

Das Besondere stellten wir erst nach einigen Kilometern fest, uns entgegen kamen Enduro und Buggy Wettbewerbsteilnehmer einer Rally. Das wurde manchmal ziemlich eng.







 
 
 
  • 22. März 2023

Aktualisiert: 31. März 2023

Sonnenaufgang über dem See hat schon was



Wahrscheinlich hätte ich alles verpasst, doch mein Handy machte sich gegen 9.00 Uhr mit lautem Hundegebell bemerkbar . Helga und Orest meldeten sich vom gemeinsamen Frühstück aus meinem Zuhause. Endlich konnte ich meine techn Probleme mit dem Solarpaneel und der Einspeisung klären. Es gab eine Steckverbindung, die ich nicht kannte oder vergessen hatte, dass sie vorhanden war.

Jetzt kann die Wüste kommen

Ich produziere mit Sonnenenergie die notwendige Ladung meiner Power Bank

Es ist immer wieder faszinierend, wie Kontinetübergreifend heute ein Bildtelefonat geführt werden kann.

Aber wir mussten zu Ende kommen. Das bestellte einheimische Frühstück war fertig.




Wie immer Eierkuchen und süßen Tee. Dazu Kaffee, Honig, Marmelade und Käse. Einfach köstlich.

Dann ging unser Treck los. Wir hatten zwei Strecken zur Auswahl und entschieden uns für die Fahrt durch die bekannte Dades Schlucht

Die Fahrt verlief am Anfang problemlos. Etwas komisch war die Tatsache, dass es immer Höher ging.


Am Ende waren wir wieder auf 2.900 mtr.


Der Teer hatte sich schon lange verabschiedet und unser Weg führte uns über eine ellenlange Passtraße, die teilweise verschüttet war und gerade wieder freigeschoben wurde.

Vorn eine Raupe mit Schiebeschild, dann ein Bauer auf einem Esel und dann wir. Irgendwann fand sich eine Stelle, an der wir uns an die erste Stelle quetschen konnten. Sonst würden wir jetzt noch dort oben lang tuckern.











Aber die Aussichten waren einfach wieder beeindruckend. Postkartentapete pur.

Allerdings war höchste Konzentration angesagt, denn bei Gegenverkehr oder weggespülter "Straße" hatte ich schon mulmige Gefühle.

Aber Alles hat irgendwann ein Ende. Der Pass war erreicht und es ging bergab.

Nach einer Kurve ein schaurig schöner Anblick





Dort mussten wir hinunter.

Da war nichts mit Randbefestigung und glatter Piste.




Aber irgendwann war auch das geschafft und wir gönnten uns nach diesem Abenteuer eine kleine Pause am Ende der Abfahrt.









Der Laden war Kaffee, Antiquariat und Shop in Einem und barg unzählige Schätze. Man wusste gar nicht so richtig, wo man zuerst hinschauen sollte.

Leider saß uns die Zeit im Nacken. Wir mussten weiter

Unser Ziel war die Stadt Boumalade Dades und die lag noch über 100 km entfernt

Je weiter es nach unten ging, wurden die Strassen zusehends besser

Nach gut einer Stunde erreichten wir den Eingang zur Schucht.






Nach der engsten Stelle, dem eigentlichen Highlight der Schlucht,kam noch das Postkartenmotiv mit dem Blick auf die Serpentinen der Strasse. Ab jetzt war rechts und links alles Urlaubsregion mit unzähligen Kaffee's, Strassenkneipen, Hotel's und Campingplätzen.





Nach einigen wunderschönen Kilometern konnten wir unser Ziel am Horizont erkennen.

Ab Morgen beginnt der Ramadan. Vorsichtshalber wollten wir uns auf dem Markt noch mit Lebensmitteln eindecken





Manches ist gewöhnungsbedürftigt.





Als alles erledigt war noch einen Fleischspiess für uns und unsere Begleiter und dann Suche nach einem Übernachtungsplatz



Der Tipp eines einheimischen Berbers sollte sich als Volltreffer heraus stellen

Ein Platz wie aus dem Bilderbuch mit Blick von oben auf die Stadt

Umringt von einer Mauer. Duschen und WC vom Feinsten.

Wir waren wieder einmal vom Glück verfolgt








Wir haben noch geduscht und uns ein Bier mit Blick auf die abendliche Stadt gegönnt



Ich bin gespannt, welchen Blick wir morgen früh erleben werden.

 
 
 

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