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Notizbuch und Stift

Tagebuch

Natürlich könnten wir unsere Erlebnisse auch mit Stift und Papier für die Ewigkeit konservieren. Wir probieren mal etwas anderes:

  • 20. März 2023

Aktualisiert: 31. März 2023

Unser Übernachtungsplatz lag auf ca. 2.300 mtr.

Es ist schon fast peinlich zu berichten, dass in Afrika die Nächte nicht nur kühl sind, sondern affenkalt. Ich kann nur hoffen, dass sich das ab morgen Nacht ändert.

Gott sei Dank habe ich völlig naiv einen super Schlafsack gekauft. Er hat mir bisher das Leben gerettet. Meine Karawanenteilnehmer überbrücken schon seit Tagen die Nacht mit ihren Dieselheizungen.

Aber was soll's .

Als ich mich aus meinem Schlafsack geschält habe, lachte schon die Sonne am wolkenlosen Himmel. Ich bin ganz mutig zum Fluss und habe meine morgendliche Ganzkörperreinigung durchgeführt. Die Füße fühlten sich an, als hätte man mir Eisenringe angelegt

Auf Georg war Verlass. Ein heisser aufgebrühter Kaffee stand schon bereit



Unser heutiger Treck führte uns mitten durchs Gebirge. Wir pendelten immer zwischen 2.000 und 2.600 Meter Höhe.







































Dieser Track war für mich Marokko pur. So hatte ich mir das Land vorgestellt. Die Menschen sind außergewöhnlich freundlich. Aber wir haben auch unsere gute Tat vollbracht

Unterwegs wurde technische Hilfe geleistet.

HD spielte ADAC und füllte einen platten Reifen. Natürlich war sofort großer Auflauf,

Soviel kleine braune Hände konnte ich nicht bedienen. Alle Kekse, Waffeln und vorhandene Süßigkeiten wurden ausgeteilt. Am Ende gab es noch einen Satz Schuhe von Karl.

Um nicht wieder in so eine peinliche Situation zu geraden, habe ich an unserem Zielort sofort erst einmal eine riesige Tüte Bonbons gekauft.

Ich glaube, an diese Tour werden wir uns noch oft erinnern

Letztendlich sind wir in der Stadt Imichchil gelandet.

Ein deutsch sprechender Marokkaner war auch wieder zur Stelle und begleitete uns zum SIM Karten Kauf und zum Essen

Als wir dann noch erfuhren, dass in ca. 3km Entfernung ein Campingplatz am See geöffnet hatte, ging ein wunderbarer Tag zu Ende.









Noch ein Nachtrag

Beim Begrüssungstee auf dem Campingplatz "Lac de Tiskit" stellt HD beim Anblick der eigenwilligen Kaminkonstruktion fest, das er in seiner Bikerreise nach Marokko genau an diesem eigenwillig gestalteten Ofen geschlafen hat. Auch er war vor der Kälte zum warmen Ofen geflüchtet




Schauen wir mal, wie sich die Nacht gestaltet.

Aus den Kabinen donnern schon die Heizer.

Ich könnte noch den Mantel anziehen und ein zweites Paar Socken überstreifen.

Bis morgen

 
 
 
  • 20. März 2023

Aktualisiert: 22. März 2023

Heute ist schon wieder Sonntag . Hätte mir HD keinen Kuchen zum Frühstück angeboten, wäre dieses Ereignis an mir vorbei gegangen.

Im Kalender stand "Steffen Geburtstag."

Der verrückte Typ war schon wieder mit der Crosse im Becherovka Land unterwegs


Schade, dass ich die Tonne am nächsten WE nicht mit erleben kann

Für alle nicht Kundigen. Tonne ist in unseren Freundeskreisen ein Ritual das über Altersgrenzen hinweg Freunde und Bekannte am Feuer zusammen bringt. Dazu wird der obligatorische Becherovka serviert und eine Kleinigkeit gegessen.




Zurück zum Tagesgeschehen. Wir haben gepackt, gefrühstückt und sind los gefahren. Ich hatte mir am Ruhenachmittag einen Ablasshahn an meinen Wasserkanister gebastelt und den Behälter erstmals gefüllt.



Das sollte noch Folgen haben.

Der Einstieg in den Track war eine ellenlange staubige Schotterpiste. Vor den eigentlichen Haarnadelkurven kurze Rast und oh weh oh ach, der schöne Wasser Kanister hatte sich verdrückt.



Sehr schade um das schöne Teil. Aber er Anblick und die Erwartung auf die vor uns liegende Piste weckte Vorfreude.





Dann ging es weiter

Ein holpriger Pfad führte uns in ein Flussbett, in dem eine Steinlawine ihre Last abgelegt hatte

Kein Durchkommen

Die von den Einheimischen angelegte Umleitung war auch mehr für Esel geeignet und die sich zwischenzeitlich eingebundenen Hirten machten uns verständlich, dass dieser Weg verschüttet war,



Kriegsrat und Entscheidung

Wir fahren zurück und versuchen einen anderen Track

Ich mache die Kurzfassung

Auch dort stand ein Ziegenhirte und schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als er begriff was wir vor hatten





Also eine kurze Rast, etwas essen und trinken mit unserem Gast und wieder zurück

Am Ende mussten wir eine unpassierbare tiefe Schlucht umfahren um wieder auf unserer Route zu landen



Das Ziel lag noch gute 150 km entfernt und wir beschlossen an einem naheliegenden Fluss unser Lager aufzuschlagen und morgen die Fahrt fort zusetzen

Gesagt getan

Biwak aufgebaut, die letzten heimischen Vorräte geplündert und sehr zeitig in die Kojen.








 
 
 
  • 19. März 2023

Aktualisiert: 20. März 2023

Diese Nacht hatte es in sich. Es war affenkalt. Am Morgen so um die 5 Grad.

Außer der Kälte hatte ich etwas Bedenken mich in ein Surfbrett zu verwandeln. Es gab richtige heftige Sturmböen. Dank an meine Helfer Orest und Helmut. Alles hat gehalten. Nichts ist kaputt gegangen. Irgendwann habe ich dem Zelt und seiner Befestigung vertraut und bin eingeschlafen.







Wie gestern schon angedeutet, wollten wir heute nur bis zur nächsten Stadt. Dort standen zwei Plätze zur Auswahl. Für ein Frühstück war es im Tagebau Restloch zu ungemütlich. Die Wasserqualität reichte auch nicht zum waschen

Entschluss Vier Vagabunden, etwas nach Fuchs duftend, packten ein und machten sich auf die Suche nach einem Wasserhahn, einem WC und einem ordentlichen Frühstück. Alles das fanden wir in der nächst größeren Stadt.



Die Ladesicherung dieses LKW's lässt das Herz eines "Edelpfuschers" natürlich höher schlagen. Geht doch. Nach einer knappen Stunde hatten wir alles was wir brauchten. Wir wurden mit Herzlichkeit regelrecht erdrückt.





Es gab natürlich wieder Eierkuchen ganz frisch von der Oma zubereitet. Dazu Honig und süßen Tee oder Kaffee

Als zweiten Gang dann Spiegeleier mit frischem Brot und Frischkäse.

Karl wollte etwas Butter. Butter gab es nicht,

Also musste der Sohn irgendwo hin und kam mit einem eingewickelten Stück Butter zurück.

Da gehen die Herzen auf.

Nebenan hatte ein Metzger gerade frische Schafe geschlachtet. Da hätte man glattweg mit einem nackten Schaf seine Bahn ziehen können




Aber die nicht abgetrennten Schafköpfe sind nichts für schwache Nerven.

Nun ja. Andere Länder, andere Sitten.

Die Gegend ist generell etwas gewöhnungsbedürftig. Sehr viel braunes Land, sehr trocken und wenig Grün.

Bei der Suche nach dem Übernachtungsplatz hatten wir beim Ersten auch wieder eine Niete.

Die waren noch im Winterschlaf.

Im Ort direkt sind wir dann fündig geworden

Ein Platz mit Wasser und WC

Die Stadtmitte war zu Fuß zu erreichen. Wir haben einen Waschtag eingelegt,




etwas gebastelt und sind dann in die Stadt gelaufen

Ziel war eine landestypische Wirtschaft.

War leider nicht. Wir sind dann in eine Taxe gestiegen und haben uns zu einer Gaststätte fahren lassen

Volltreffer

Unter geschätzten 100 Teppichen und Tüchern wurden wir platziert und wurden bekocht.



Ich bekam sogar landestypisch zubereitete Linsen als Vorspeise

Dazu ein halbes Huhn mit Gemüse und Brot

Mit dicken vollen Bäuchen haben wir den Heimweg angetreten und sind ins Bett gefallen.

Für den morgigen Tag hat sich unser Führungsteam etwas Besonderes einfallen lassen. Es soll eine sehr anspruchsvolle Tour auf unbefestigten Pisten quer durch den hohen Atlas geben. Natürlich sind wir gespannt und auch etwas aufgeregt.

Wir gehen zeitig ins Bett um fit die Tour zu beginnen.


 
 
 

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